Was am Termin passiert
Sie gehen gemeinsam mit Ihrem Vermieter oder seiner Vertretung durch die Wohnung. Jeder Raum wird angesehen, Auffälligkeiten werden notiert, Zählerstände abgelesen und Schlüssel zurückgegeben. Am Ende unterschreiben die Anwesenden das Protokoll.
So bereiten Sie sich vor
- Ihr Einzugsprotokoll heraussuchen: Was damals schon da war, ist nicht Ihnen zuzurechnen
- Die Wohnung räumen und so übergeben, wie es Ihr Mietvertrag vorsieht
- Alle Schlüssel zusammensuchen, auch die für Keller und Briefkasten
- Kurz vor dem Termin selbst Fotos von allen Räumen und Zählerständen machen
- Ihre neue Anschrift bereithalten
Worauf Sie am Termin achten sollten
- Gehen Sie überall mit und schauen Sie sich jeden Befund selbst an
- Achten Sie darauf, dass Befunde genau beschrieben werden, mit Ort und Maß
- Lassen Sie Vorschäden aus dem Einzugsprotokoll ausdrücklich vermerken
- Unterschreiben Sie nur, was Sie für richtig halten, und lassen Sie Ihre Anmerkungen ergänzen
- Nehmen Sie sofort eine Kopie mit, auf Papier oder als PDF
Am Termin müssen Sie nichts zusagen. Ob Sie für einen Befund aufkommen, ist eine andere Frage als die, ob er im Protokoll steht.
Protokoll und Kaution
Der Vermieter rechnet die Kaution nach Ihrem Auszug ab. Ein genaues Protokoll zeigt, in welchem Zustand Sie die Wohnung zurückgegeben haben. Je klarer es ist, desto weniger Raum bleibt für Streit über einzelne Posten. Geht es dennoch um Geld, helfen ein Mieterverein oder ein Anwalt weiter. Wohnstand erbringt keine Rechtsberatung.
Neutral begleitet
Sie können auch selbst einen neutralen Protokollführer beauftragen. Wohnstand begleitet Ihre Übergabe und dokumentiert jeden Befund mit Foto, Ort und Maß. Sie und Ihr Vermieter erhalten das Protokoll direkt nach dem Termin. Eine Vollmacht ist dafür nicht nötig.
Ob Sie beim Auszug streichen müssen und wie Zählerstände und Schlüssel richtig festgehalten werden, lesen Sie im Ratgeber Wohnungsabnahme: Schönheitsreparaturen, Zähler, Schlüssel.
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